Pressemitteilung in eigener Sache: FAM e.V. trifft Hebammen


Veröffentlicht im Januar 2013

Wie geht es weiter mit der Schwangerenversorgung in Bretten?
Was passiert nach Schließung der Geburtshilfe in der Rechbergklinik (RBK)?

Familienzentrum und Hebammen, das hört sich nach guter Zusammenarbeit an. Am
16. Januar trafen sich die verschiedenen Interessensgruppen nach Einladung von Frau
Ulrike Stromberger unter dem Dach des FAM e.V. Kita & Familienzentrum. Wie geht
es in Bretten ohne die Geburtshilfe in der RBK weiter? Das war die zentrale Frage des
Nachmittags. Familienzentrum, Hebammen, eine Ärztin, Diakonie, VitalWelt Apotheke,
die Bürgerinitiative RBK sowie die Stadt Bretten und das Landratsamt Karlsruhe
waren neben Stadträtin und weiteren Interessierten vertreten. Insgesamt 22 Personen
schlossen sich am vergangenen Mittwoch zusammen um weitere Überlegungen der
Schwangerenversorgung zu erörtern.

Teilnehmer am Treffen von FAM e.V. zum Thema Geburtshilfe in Bretten

Teilnehmer am Treffen von FAM e.V. zum Thema Geburtshilfe in Bretten

Hebammen unter dem Dach des Familienzentrums

Ulrike Stromberger, Vorsitzende und Gesamtleitung des FAM e.V. Kita &
Familienzentrum, schlug vor die Hebammen mit in das Familienzentrum zu integrieren. Das FZ vereinige mit seinen eigenen Angeboten, der Beratung durch die Frühen Hilfen und Jugendamt, sowie der Koop mit Diakonie, Lebenshilfe und anderen Institutionen bereit schon seit Jahren vieles unter seinem Dach. Ca. 400 junge Familien, Schwanger, Migranten, Alleinerziehend besuchten monatlich das fast täglich geöffnete FZ. Zwei Stunden lang wurde angeregt über die Zukunft der Familienhilfe in Bretten diskutiert.

Wie kann man die Angebote der unterschiedlichen Institutionen vereinen? Welche Möglichkeiten gibt es da aus finanzieller Sicht? Welche Wege können in wie weit gemeinsam beschritten werden?

Fr. Dr. Nagel-Brotzler schlug zwei Möglichkeiten vor: die Einrichtung einer zentralen Hebammenpraxis in Bretten, oder die Einrichtung einer Hebammensprechstunde. Einig waren sich alle Beteiligten besonders in einem zentralen Punkt: Das gemeinsame Zentrum in dem alle Beteiligten durch möglichst kurze Wege miteinander kommunizieren können; sinnvoller Weise im seit Jahren bestehenden und bewährten Familienzentrum.

Dies zu erreichen wird sicherlich nicht einfach sein. Jürgen Schwarz, Sozialplaner beim Landratsamt Karlsruhe, Paul Metzger von der Bürgerinitiative RBK und Renate Knauss, Gemeinderätin, trugen Informationen über Fördermöglichkeiten, sowie Angebote zur Zusammenarbeit und Unterstützung bei.

Nun soll in dieser Woche ein gemeinsames Konzept der Hebammen vorgelegt werden. Auch die Frauenärzte versuche man ins Boot zu holen. Der Stadt Bretten und den Gemeinderäten soll ein gemeinsames zustimmungsfähiges Gesamtkonzept vorgelegt werden. Auch beim Landrat sollte angefragt werden. Gespannt kann man sein wie schnell eine Lösung gefunden wird und was letztendlich dabei für die Schwangeren- und Familienversorgung in Bretten herauskommt.